A4.1: Theoretische Grundlagen der Informatik (Informatik IV)
Bedeutung
Die universitären Informatikstudiengänge sind grundlagen‑ und methodenorientierte Studiengänge, so dass eine intensive Beschäftigung mit den Grundlagen der Informatik, insbesondere den theoretischen Grundlagen, ein fester Bestandteil des Studiums ist.
Lernziele
Die Studentinnen und Studenten sollen mathematisch präzise Antworten auf die folgenden Fragen kennenlernen: Was können Computer berechnen und was nicht? Wie klassifiziert und vergleicht man Berechnungsprobleme gemäß des zu ihrer Lösung notwendigen Aufwands? Wie definiert man die Syntax von textuellen Objekten (wie zum Beispiel Suchmuster oder Programmiersprachen)? Und wie ihre Semantik? Was bedeutet Korrektheit? Und wie weist man sie nach?
Stoff
Behandelt werden die Grundzüge der Rekursionstheorie,Komplexitätstheorie, Theorie der formalen Sprachen, Automatentheorie und Korrektheitstheorie. Zentrale Begriffe sind Berechenbarkeit, (Semi‑)Entscheidbarkeit, Reduzierbarkeit, Komplexitätsklassen, Vollständigkeit, Schwere, Automaten, Grammatiken, Ausdrücke, Korrektheitsaussagen, Kalküle und (relative) Vollständigkeit.
Voraussetzungen
Module G1.1, G1.2, G1.4, G2.1, G2.2, A3.4
Unterrichtssprache
Deutsch
Zuordnung zu den Curricula
Modul A4.1 des Bachelor‑ und des Diplomstudiengangs Informatik
Lehrform
4-stündige Vorlesung, 2-stündige Übung
ECTS-Punkte
8
Studien‑ und Prüfungsleistungen
Teilnahme an den Übungen und schriftliche Abschlussprüfung
Medienformen
Tafelanschrieb in der Vorlesung, Diskussion in der Kleingruppe in der Übung
Literatur
Michael Sipser, Introduction to the Theory of Computation, 2nd Ed., Boston: PWS, 2005.